08.02.2008
Besuch des bayerischen Staatsministers Miller
Vortrag von Alois Reitberger
Bildergalerie
„Sie geben Kindern eine Zukunft“ –
Zum Besuch des Bayerischen Staatsministers Miller bei der Stiftung WeltKinderLachen am 07. Februar 2008
Am gestrigen Donnerstag besuchte der Bayerische Staatsminister für Landwirtschaft und Forsten, Josef Miller, die Stiftung WeltKinderLachen in Altötting. Bei der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes im Juli vergangenen Jahres an den Gründer der Stiftung, Alois Reitberger, hatte dieser den Minister kurzerhand nach Altötting ins Franziskushaus eingeladen, um ihm die neuesten Entwicklungen und Vorhaben der Stiftung zu präsentieren. „Denn WeltKinderLachen hat seine Wurzeln in der Landwirtschaft,“ betont Gründer Reitberger.
Die Markenrechte am Betriebskonzept des „Innovativen Bauern“ (InnoBa) und am Altöttinger wie Chiemgauer Landkorn wurden von ihm als Gründungskapital in die Stiftung eingebracht, eine Erzeugergemeinschaft von 25 Bauern aus dem Altöttinger Raum bewirtschaftet seit vielen Jahren nach dem Konzept Reitbergers ihre Felder und kann mit den qualitativ besten Getreidekörnern der Region aufwarten. Außerdem fließt von deren Getreideeinnahmen ein kleiner Teil an die Stiftung. Nachdem letztes Jahr vier Altöttinger Bäcker Produkte von WeltKinderLachen ins Angebot genommen haben, hat sich in der Zusammenarbeit mit „Region aktiv“, einem Verein, der regionale Produkte vermarktet, nun erstmals die Gelegenheit ergeben, auch in größerem Umfang Kunden anzusprechen, die qualitativ hochwertige Produkte aus der Region kaufen und etwas für Kinder tun möchten. Künftig wird es in den Landkreisen Altötting, Mühldorf, Traunstein, Rosenheim und Berchtesgadener Land in fast allen Edeka-Märkten Regionalregale geben, in denen dann neben anderen Erzeugnissen aus der Region auch das WeltKinderLachen-Mehl der Altöttinger Bruckmayer-Mühle angeboten wird. „Das ist ein toller Erfolg für uns kleine Bauern – und eine hervorragende Möglichkeit, die Menschen unserer südostbayerischen Region auf die Stiftung WeltKinderLachen aufmerksam zu machen. Denn wir fördern ja in der Hauptsache Projekte für Kinder hier bei uns,“ sagt Reitberger, „und ein kleines bisschen mehr Geld in den Taschen erwarten wir uns natürlich auch!“ Geld, das wieder eins zu eins in Fördermaßnahmen und Projekte der Stiftung investiert werden kann.
Der Hausherr des Franziskushauses, Johannes Erbertseder, konnte rund 50 geladene Gäste sowie politische Mandatsträger aus Kommunen, Landkreis, Land- und Bundestag begrüssen: Neben Minister Miller waren Stephan Mayer als Vertreter des Deutschen Bundestages, die Landtagsabgeordneten Ingrid Heckner und Hans Rambold, Bezirksrat Frank Springer, Landrat Erwin Schneider, sowie der Altöttinger Bürgermeister Herbert Hofauer der Einladung Reitbergers gefolgt. Aus der Stiftung Seraphisches Liebeswerk Altötting (SLW), dem Kinderhilfswerk der Kapuziner in Bayern, waren Präses P. Heinrich Grumann und Geschäftsführer Diakon Thomas Zauner vertreten. Ebenfalls eingeladen waren die Schwestern des Franziskushauses um Oberin Schw. Rosina Macht, die seit der Gründung im Jahr 1893 das Kinderheim samt Schule, Tagesstätte und Landwirtschaft bis zum Jahr 2000 geführt hatten. Dazu kamen Vertreter der mit Alois Reitberger kooperierenden Landwirtschaftsämter, Erzeuger- und Maschinenringe, sowie des Bayerischen Bauernverbandes, Vertreter von „Region aktiv“ und zahlreiche Mitglieder der Erzeugergemeinschaft InnoBa. Alois Reitberger ging es in seiner Rede vor allem darum zu zeigen, wie die konventionelle Landwirtschaft in Bayern mit ihren hohen Qualitätsstandards neue Wege in der Vermarktung ihrer Produkte gehen könnte und wie dabei auch noch Gutes für Kinder getan werden kann.
Gerade der heilige Franziskus als Patron des Kinderhilfswerks der Kapuziner kann laut Reitberger „Vorbild sein, wie wir mit unseren Lebensgrundlagen, also der Erde, dem Wasser und der Luft umgehen sollten.“ Oberstes Ziel der InnoBa-Bauern ist es, hochwertige regionale Produkte auf den heimischen Markt zu bringen, die nachhaltig und ökologisch verträglich produziert worden sind. „Und nun muss es den Bauern, der Mühle und natürlich auch der Stiftung darum gehen, diese Produkte an den Mann und an die Frau zu bringen. Dabei kann uns Region aktiv helfen,“ so Reitberger, und zudem kommen wir dem Auftrag der Stiftung auch wieder ein Stück näher: nämlich unseren Kindern die Natur und ihre Erträge wieder ein Stück näher zu bringen. Es kann einfach nicht sein, dass viele Kinder glauben, Kühe sind lila und der Hirsch ist das männliche Reh!“ Anschließend würdigte Staatsminister Miller das Engagement der Bauern wie der Stiftung in einer sehr persönlich gehaltenen Ansprache: „Viele Kinder haben nichts zu lachen. Aber Sie geben Kindern eine Zukunft!“ so der Minister. Neben der Qualitätsarbeit der InnoBa-Bauern und den neuen Vermarktungsideen durch Region aktiv zeigte sich Miller auch beeindruckt von der gelebten Christlichkeit und Nächstenliebe, die unter den Bauern und der Stiftung herrscht und für ihn auch in der heutigen Zeit noch fest bei den bayerischen Bauern verankert ist. Nach der abschließenden Vorstellung der gesamten Produktpalette und der ressourcenschonenden Landnutzung des Erzeugerrings durch den 1. Vorsitzenden Alfred Asam war noch Zeit für viele informelle Gespräche mit dem Landwirtschaftsminister. Außerdem hatte Kreisbäuerin Marie-Luise Fritzenwenger noch etwas “Kleingeld“ dabei, das sie an Alois Reitberger für die Stiftung WeltKinderLachen übergab: und zwar die gesamte Kollekte aus dem Festgottesdienst des Landfrauentags am Vormittag in Teising. Insgesamt 550 Euro waren dabei zusammengekommen, die nun für die Aktion der Stiftung WeltKinderLachen gegen Hunger und Kinderarmut in Bayern zum Einsatz kommen sollen.
Stefan J. König
08. Februar 2008
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