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Kinder sind unsere Zukunft – aber gleichzeitig auch die kleinsten und schwächsten Glieder der globalen Gesellschaft. WeltKinderLachen versteht sich in Kooperation mit dem Seraphischen Liebeswerk als die Interessenvertretung unserer Kinder. [mehr…]

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08.02.2008

Besuch des bayerischen Staatsministers Miller
Vortrag von Alois Reitberger
Bildergalerie


Kurzvortrag Alois Reitberger
07. Februar 2008 zum Besuch des Staatsministers Miller
Franziskushaus Altötting


Sehr geehrter Herr Staatsminister Miller,
hochwürdiger Pater Präses, ehrwürdige Schwester,
sehr geehrte Dame und sehr geehrten Herren Mandatsträger der CSU,
sehr geehrte Frau Professor Gerschau,
sehr geehrter Herr Landrat Schneider,
sehr geehrte Herren Bürgermeister,
sehr geehrte Damen und Herren von Landwirtschaftsamt, Bauernverband und Maschinenring, meine lieben Gäste,
auch ich möchte Sie ganz herzlich begrüßen und hier im Franziskushaus Altötting willkommen heißen. Es freut mich sehr, dass Sie, lieber Herr Minister, und sie alle Zeit für die Stiftung WeltKinderLachen, Zeit für uns einfache Bauern, Zeit für die Anliegen unserer Kinder gefunden haben. Die Tagesschau gestern Abend hätte genug Bilder und Vergleiche geliefert, um heute gleich drei Ansprachen zum Thema des heutigen Tages einzuleiten: aber weder beschäftigen wir professionelle Spendensammler mit Beraterverträgen noch haben wir in Bayern den Kampf zweier Kandidaten um die Chefrolle …, wie in es in den Vereinigten Staaten der Fall ist!



Vielmehr geht es heute darum, zu zeigen, wie die konventionelle Landwirtschaft mit hohen Qualitätsansprüchen hier in Bayern neue Wege in der Vermarktung ihrer Produkte einschlagen kann, und: wie dabei auch noch Gutes für Kinder getan wird. Gerade hier im Franziskushaus und unter dem Dach des Kinderhilfswerks der Kapuziner, dem SLW, kann uns der heilige Franziskus – Patron für die Schönheit der Natur und für die Zuneigung zu den Menschen - Vorbild sein, wie wir mit unseren Lebensgrundlagen, also der Erde, dem Wasser und der Luft, verantwortungsvoll umgehen sollten. Und das im Besonderen, wenn es darum geht, neue technische Möglichkeiten in die Landwirtschaft einzubeziehen. Bodenschutz, Gewässerschutz und Qualitätssicherung durften und dürfen dabei nicht nur Schlagworte bleiben. Schon bei der Gründung des Markenprogramms RupertiLand arbeiteten Bauern, Mühle und Bäcker an einem gemeinsamen Vorsorgekonzept und einem Miteinander in der Qualitätssicherung. Mit diesen hochwertigen heimischen Getreideerzeugnissen konnten wir schon Anfang der Neunziger Jahre einen ersten Erfolg im Kampf gegen die Globalisierung und Anonymisierung der Lebensmittelproduktion verbuchen. Dies war auch dringend notwendig: schließlich haben wirklich viele Kinder auch in bayerischen Großstädten geglaubt, dass Kühe lila sind und der Hirsch das männliche Reh ist! Durch den Zusammenbruch und die individuellen Fehler des Vertriebspartners hier vor Ort wäre 1999 fast ein nahezu perfekt funktionierendes regionales Markenprogramm vor dem Aus gestanden. Und das konnte und wollte ich nicht zulassen. Unter uns Bauern und der Mühle herrschte und herrscht heute noch ein unheimlich großes Wir-Gefühl. Wir hatten gute Arbeit geliefert, die Erfolge im Absatz unserer heimischen Produkte gaben uns auch in der Sache Recht. Und genau in diesem Moment haben uns die Bayerische Staatsregierung, die FH Weihenstephan, die Bayerische Landesanstalt für Betriebwirtschaft und viele andere aus Ämtern, Verbänden und Kommunen geholfen, unsere Leistungen in ein eigenes Programm zu gießen. Im Mai 2000 wurde InnoBa, das Betriebskonzept des Innovativen Bauern, geboren. Oberstes Ziel war es nach wie vor, qualitativ hochwertige, regionale Produkte auf den heimischen Markt zu bringen, nachhaltig und ökologisch verträglich produziert. Und dafür habe ich gearbeitet: andere Leute schreiben Bücher, ich habe ein Betriebskonzept entwickelt. Unser Getreide für unsere Lebensmittel – das war und bleibt dabei das Motto. Zwischen der Biobauernfraktion mit komplettem Verzicht auf Dünge- und Spritzmittel und der gentechnisch optimierten Landwirtschaft, die völlig durchindustrialisiert auf hochleistungsoptimiertes und schädlingsresistentes Saatgut setzt, ist es natürlich schwer, eine regionale Marke zu etablieren. Aber ich war schon immer ein Mann der Mitte. Beide Extremstandpunkte halte ich nicht für optimal. Früher kannte ein Bauer seine Äcker. Er wusste, wo auf dem Feld man wie viel düngen musste, wo die
Schädlingsbelastung hoch ist. Dieses Wissen soll den Bauern auch in der heutigen schnelllebigen Zeit wieder zur Verfügung stehen. Und für dieses alte Wissen brauche ich keinen neuen Ausdruck. Precision farming wird bei den InnoBa-Bauern schon
lang betrieben! Und heute ist InnoBa ist als regionale Initiative auf dem Weg, gemeinsam mit den genannten Partnern ein Modell für die konventionelle Landwirtschaft zu werden. Alle beteiligten Landwirte, Berater, Weiterverarbeiter, die Staatsregierung, die
Wissenschaft und eben auch unsere Kinder sollen langfristig davon profitieren. Nach über 40 Jahren als Landwirtschaftsmeister in einer in der Kinder- und Jugendpsychatrie tätigen Einrichtung hätte ich mich 2006 in den Ruhestand verabschieden können. Aber gerade den Kinder hat schon immer mein Herz gehört. Sie sind unsere Zukunft und haben nun mein Rentnerdasein in einen Unruhestand verwandelt: ich habe die Stiftung WeltKinderLachen gegründet und mit den mir gehörigen Markenrechten an InnoBa ausgestattet. So fließt beständig ein Teil der Erträge aus der Landwirtschaft in meine Stiftung. Und auch das ist nichts Neues: wie
Herr Erbertseder schon gesagt hat: die Landwirtschaft hat eine lange Tradition im Franziskushaus und in ihrem über einhundertjährigen Bestehen immer für die armen Kinder des SLW gearbeitet. Und nun ist durch die Stiftung WeltKinderLachen auch die Zukunft der Landwirtschaft mit den uns nachfolgenden Generationen verknüpft. WeltKinderLachen bedeutet Freude und Lachen, für eine bessere, für eine schönere Welt, geprägt von der Natur, von ökologischem Denken und Handeln. Meine Stiftung ist ein Teil der Stiftung des Seraphischen Liebeswerks – ja, ich möchte sagen: WeltKinderLachen ist Liebeswerk: ganz im Sinne seines Gründers, Pater Cyprian. Aber WeltKinderLachen geht über den Rahmen des SLW hinaus. Nicht nur die Kinder der einzelnen Einrichtungen, alle Kinder unserer Region sollen Anteil an WeltKinderLachen haben. Die von uns geförderten Projekte der letzten Jahre haben dies klar gezeigt. Die Zusammenarbeit, das Miteinander einer Stiftung für Kinder und eines Qualitätserzeugerrings öffnet auch neue Wege in der Vermarktung unserer landwirtschaftlichen Produkte. Heimisches Getreide für heimisches Brot, aus unserer Region, für unsere Region und für unsere Kinder! Die Stiftung WeltKinderLachen steht gemeinsam mit seinen für Rohstoffe aus der heimischen Region und Verarbeitung vor Ort auf höchstem Niveau. Damit wollen wir ein Zeichen setzen gegen die Anonymisierung von Lebensmitteln, gegen die Globalisierung der Lebensmittelproduktion und für unsere Region und unsere Arbeitsplätze. Die Stiftung WeltKinderLachen möchte die Natur und ihre Erträge gerade den Kindern wieder ein Stück näher bringen. Auf den Punkt gebracht bedeutet dies: heimisches Getreide für heimische Lebensmittel. Samenkörner, Mehl und Brot arbeiten für unsere Kinder!
Heute ist auch der Zeitpunkt, Dank zu sagen. Dank zu sagen den Menschen, die mitgeholfen haben, InnoBa zu entwickeln und meine Arbeit mit Händen, Worten und natürlich auch finanziell unterstütz haben. Ich danke auch allen, die beigetragen haben, das Konzept der Stiftung WeltKinderLachen zu gestalten, diese Stiftung aufzubauen, und für all die Hilfe, die ich während der ganzen Zeit erfahren habe, die jetzt für unsere Kinder neue Früchte tragen lässt. Das InnoBa-Betriebskonzept hat nun seinen Platz für die Zukunft gefunden, nämlich hier unter dem Dach von WeltKinderLachen. Das beinhaltet nicht nur die geernteten Samenkörner, sondern auch das daraus hergestellte Mehl und die Backwaren, alle Verarbeitungsstufen. Dafür konnte ich bereits viele Partner im Handel gewinnen. Sie werden künftig unsere Produkte am Logo von WeltKinderLachen erkennen können. Wenn Sie unsere Produkte kaufen, unterstützen Sie unsere Kinder, deren Wünsche und Projekte. Ich hoffe und wünsche, das WeltKinderLachen eine Botschaft wird, die von Altötting aus ganz Bayern erreicht – und sie, meine sehr verehrten Damen und Herren, lieber Herr Minister Miller, Herr Bundestagsabgeordneter Mayer, liebe Landtagsabgeordnete, Frau Heckner, Herr Rambold, Frau Professor Gerschau, Herr Bezirksrat und Bürgermeister Springer, Lieber Herr Landrat Schneider, Herr Bürgermeister Hofauer, liebe Freunde und Helfer, sie sind die wichtigsten Botschafter der Stiftung WeltKinderLachen!


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