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Sommerhaus im Maria-Ward-Kindergarten
Projekt
Sponsoren
Miteinander ein Haus bauen:
Neues Integrationsprojekt für den Maria-Ward-Kindergarten Altötting abgeschlossen
Mit ganz einfachen Mitteln, einer Gemeinschaftsleistung aus Spenden, Wissen, Worten und Händen hat die Stiftung WeltKinderLachen im Maria-Ward-Kindergarten Altötting eine neue Allianz für das Miteinander geschmiedet. Das von Eltern und Fachleuten in Eigenarbeit geschaffene Sommerhäuschen konnte am 04. Mai von Stadtpfarrer Günter Mandl gesegnet und durch Stiftungsgründer Alois Reitberger den Kindern übergeben werden.
Für mehr als die Hälfte der Kinder im Maria-Ward-Kindergarten in Altötting ist Deutsch nicht die Muttersprache. Afghanisches, kasachisches, russisches, serbokroatisches, türkisches und natürlich auch urbayerisches Grundvokabular ist für die Erzieherinnen schon ganz alltäglich. Trotz der hohen Kooperationsbereitschaft und dem Verständnis füreinander ist es aber doch immer wieder vorgekommen, dass man aneinander vorbeigeredet oder sich mit dem Nichtverstehen zufrieden gegeben hat. Auch die Mitarbeit im Kindergarten oder die Umsetzung von Eltern-Kind-Aktionen stieß bei den Eltern aller Sprachgruppen oft an Grenzen: Grenzen, die durch Unverständnis, Übersetzungsfehler, Mentalitätsunterschiede, Unsicherheit oder schlicht durch das Nichtzuhören entstanden waren: miteinander zu reden ist immer schwieriger und aufwändiger als übereinander zu reden...
Ein altes bayerisches Sprichwort sagt: Arbeiten bringt die Leute zusammen. Beim Arbeiten wird miteinander geredet, durch das Miteinanderreden kann man mehr voneinander erfahren. Mit diesem einfachen Hausmittel wollte die Stiftung WeltKinderLachen das Miteinander im Kindergarten unterstützen. Erzieherinnen, Eltern und Kinder sollten natürlich unter Anleitung von Fachleuten ein Sommerhäuschen für den Garten bauen, das symbolisch für dieses Miteinander stehen würde. Die gemeinsame Anstrengung begann bereits im März diesen Jahres, als die Löcher für die Fundamente ausgehoben und die Betonarbeiten erledigt werden mussten. Kies, Zement, Sand und die notwendigen Werkzeuge waren schnell organisiert und das Arbeiten konnte beginnen. Parallel begannen schon einige der Eltern zusammen mit den Kindern Bretter für die Wände des Häuschens vorzubereiten: das Holz musste grundiert, gestrichen und wetterfest untergebracht werden.
Am 29. März wurden die Balken geliefert und am gleichen Tag konnte bereits Richtfest gefeiert werden.
Der sonnige April war der ideale Monat für den Bau des Hauses: versorgt von allerlei Schmankerln aus der multikulturellen Elternküche begann der harte Kern der Eltern mit immer wieder wechselnder Aus- und fachlicher Hilfe das Sommerhäuschen entstehen zu lassen: die Arbeitsfortschritte an Boden, Wänden, Dach und funktionalen Einbauten fanden jeden Tag neue Bewunderer.
Die Philosophie von WeltKinderLachen wurde dabei ein voller Erfolg: Es war eine Freude, dem internationalen Team beim Arbeiten zuzuhören und zuzusehen! Am 4. Mai schließlich erfolgte die Segnung und Übergabe des Sommerhäuschens an die Kinder: das gemeinsame Lernen, Spielen und Feiern haben nun eine ganz neue und vor allem selbst gebaute Möglichkeit bekommen. Kindergartenleiterin Christine Lang war, ebenso wie die zahlreichen Gäste des Tages, begeistert: nie haben vorher so viele Eltern zusammengeholfen, nie konnten vorher so viele Menschen unterschiedlicher Herkunft und Sprache für eine Aktion des Kindergartens begeistert werden.
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