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Kinder sagen DANKE

Jahresbericht 2018

„Die Spender sind Glücksmomente für Kinder“

Gesellschaftliche Notwendigkeit dem Kind das Gefühl zu schenken,
dass es nicht alleine ist

Alois Reitberger, Gründer der Stiftung WeltKinderLachen, hielt bei der Vorstellung der Bilanzzahlen des vergangenen Geschäftsjahres ein leidenschaftliches Plädoyer, das die Kinder und Jugendlichen aus den Landkreisen Altötting und Mühldorf, die auf fremde Hilfe angewiesen sind, in den Mittelpunkt stellte:

 

 

 

(v.re.): Stiftungsgründer Alois Reitberger dankte den Vorstandsmitgliedern, Reinhold Auer, Georg Hausner, Katrin Groth, Franz Trifellner und Gabi Kohlhas für ihr großartiges Engagement bei WeltKinderLachen, Foto: WKL

 

„Kein Kind soll aufgrund seiner finanziellen Lage ausgegrenzt werden. Sie sollen am gesellschaftlichen Leben teilhaben können und auch Bildung erfahren, um selbständig im Leben bestehen zu können.“ Er betonte, dass es eine gesellschaftliche Notwendigkeit sei, dem Kind das Gefühl zu schenken, dass es mit seiner Situation nicht alleine ist und es Menschen bzw. Spender gebe, die bereit sind zu helfen.

 

Bei der Jahresversammlung stellte der Stiftungsgründer dem Stiftungsrat und dem Vorstandsteam die detaillierte Entwicklung der Bilanz­­zahlen vor.

 

Insgesamt war das Jahr 2018 für die Stiftung ein sehr erfolgreiches Jahr. Die Spenden-einnahmen haben sich gesteigert und helfen WeltKinderLachen, eine stabile Basis zu bilden, um auch zukünftig auf außerordentliche, nicht vorhersehbare Ereignisse reagieren zu können. Aus diesem Grund konnten die Hilfen für Kinder um gut 20 Prozent gesteigert werden und lagen bei über 70.000 Euro. Der Betrag gliedert sich mit rund 23.000 Euro in die G.I.B.-Soforthilfe (Gesundheit, Integration, Bildung) und 48.000 Euro in die I.K.H.-Individuelle Kinderhilfe. Diese beiden dauerhaft laufenden Programme sind keine Familienunterstützung, sondern ausschließlich direkte Hilfen für Kinder und Jugendliche. Antragsberechtigt sind nur Verantwortliche in Schulen, Institutionen, Wohlfahrtsverbänden und Vereine, die zum Wohle des Kindes Hilfsmittel in Anspruch nehmen können. Der Schwerpunkt der Hilfs-Anträge liegt in den Bereichen Gesundheit, Bildung, Geborgenheit, Ausgrenzung, seelisches Leid und Armut.

 

Armut grenzt aus

Die G.I.B.-Soforthilfe dient vorrangig zur Linderung von Armut und wurde von Institutionen, Vereinen und Schulen in Höhe von jeweils 300 Euro als Minifonds beantragt. Die eingesetzten Gelder helfen, punktgenau und schnell Not zu lindern, materielle, bildungs- und entwicklungsrelevante Nachteile auszugleichen und Integration zu fördern. Gesamt gesehen wurde diese Form der Hilfe im Vergleich zum Vorjahr um 16 Prozent weniger beantragt. Aber sie stellt nach wie vor eines der größten Herausforderungen für die Stiftung dar. Denn Armut grenzt aus und gibt Kindern das Gefühl, nicht dazu zu gehören. Dabei interessiert nicht, warum sie in diese Lage gekommen sind und Hilfe benötigen. Die Hilfen beinhalten beispielsweise den Kauf von Winterkleidung, Schuhen, Schulmaterial, Büchern, Brillen und gebrauchten Fahrrädern. Es werden auch Therapieformen unterstützt, die helfen, seelische Nöte zu lindern, wie beispielsweise therapeutisches Reiten. Aber auch Gesundheit und Ernährung sind wichtiger Bestandteil der Hilfen.

 

Geborgenheit und Bildung – ein Stück Heimat für Kinder

Bei den I.K.H.-Projekthilfen stiegen die ausbezahlten Anträge um 50 Prozent. Jedes Kind hat Talente und Fähigkeiten, aber nicht immer die Chance, sie zu verwirklichen. Die Stiftung WeltKinderLachen hilft Kindern aus benachteiligten Familien, ein Stück Sicherheit, Geborgenheit, Bildung und Förderung zu geben. Beispielsweise durch intensive Förderung den Qualifizierenden Mittelschulabschluss zu erwerben oder die deutsche Sprache zu erlernen. Es werden individuelle Förderangebote für Schülerinnen und Schüler unterstützt, die Probleme haben, die schulischen Anforderungen zu erfüllen. Außerdem gehört auch dazu, Bildungschancen im Bereich Musik, Kunst oder Sport zu ermöglichen und Kultur in der Heimat in Städten und Museen zu erleben.

 

Kinder brauchen Glücksgefühle

Am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen, ist vielen Kindern und Jugendlichen aus finanziellen Gründen nicht immer möglich. Dies sind beispielsweise Klassenfahrten, Ausflüge, gemeinsam Feste feiern oder auch Geschenke, wie Alois Reitberger erklärte: „Denn den Kleinsten unserer Gesellschaft eine Freude zu bereiten, ist uns eine Herzensangelegenheit. Kinder brauchen zum Erwachsen werden Glücksgefühle und Freude.“ Einen eigenen Weihnachtswunsch formulieren zu dürfen, erscheint auf den ersten Blick fast selbstverständlich. Für viele Kinder und Jugend-liche ist dies jedoch etwas ganz Besonderes. Durch die finanziellen Hilfen von WeltKinderLachen konnten dabei Wege ermöglicht werden, diese Wünsche zu erfüllen.

 

Spender sind Glücksmomente für Kinder

Abschließend bedankte sich Alois Reitberger von ganzem Herzen bei seinem Stiftungsteam ohne deren unermüdliche Arbeit das „Vermittlungssystem“ WeltKinderLachen nicht möglich wäre. Aber der größte Dank ging an alle Spender. Denn ob Privatpersonen, Firmen, Vereine oder Schulen – alle haben mit ihren Spenden dazu beigetragen, den Kindern durch die Hilfen Glücksmomente zu schenken und er schloss mit dem Wunsch, dass sich dieses Gefühl noch hoffentlich oft wiederholen werde.