Danke sagen!

Kinder sagen DANKE

Jahresbericht 2021

„Die Arten der Hilfen ändern sich, aber die schnelle Hilfe für Kinder bleibt
unverändert“

Die Art der Hilfen ändern sich, aber das Ziel der Stiftung WeltKinderLachen (WKL), Kinder und Jugendliche, die auf fremde Hilfe angewiesen sind, schnell und unmittelbar zu unterstützen, bleibt unverändert. So resümierte Georg Hausner, Vorsitzender der Stiftung, bei der Jahresversammlung. Auch wenn pandemiebedingt das letzte Jahr noch deutlich geschwächt war, zeigte sich aber ein kontinuierlicher Aufwärtstrend bei den Spendeneinnahmen. Erfreulich war auch, dass mit über 32.000 Euro Kindern und Jugendlichen in verschiedenen Notlagen in den Landkreisen Altötting und Mühldorf geholfen werden konnte, wie Stefan J. König, Vorstand der Stiftung SLW Altötting und damit auch WKL Stiftungsrat, bei der Vorstellung des Jahresergebnisses zeigte.

 

 

WeltKinderLachen Stiftungsgründer Alois Reitberger (4.v.li.) begrüßt die Vorstände der Stiftung WeltKinderLachen: (v.li.) Gabi Kohlhas, Georg Hausner - Vorstandsvorsitzender, Franz Trifellner, Katrin Groth, Burkhard Schröder, Reinhold Auer Foto: WKL

 

Individuelle Kinderhilfe

So konnten auch endlich wieder Reittherapien stattfinden, die aufgrund der Corona-Regeln aussetzen mussten. Mit dem Angebot „Reittherapie der Stiftung WeltKinderLachen werden Kinder und Jugendliche gefördert, die seelische Verletzungen, hervorgerufen durch extreme Situationen wie sexueller Missbrauch, körperliche und seelische Misshandlungen, Unfälle oder Katastrophen, erlitten haben. Durch die Sprache der Pferde können sie ihre seelischen Probleme erkennen und vor allem spüren. Pferde eignen sich dabei besonders gut, denn sie sind in der Lage, anders wie wir Menschen, die Grundangst des Menschen zu spüren. Die Kinder erleben, dass sie, egal aus welcher Herkunftsfamilie sie stammen, selber dazu in der Lage sind, ihr Leben selbstbewusst und eigenverantwortlich zu gestalten und sich nicht in einer Opferrolle befinden. Sie erfahren, dass ihre Körperhaltung und alleine der Glaube an sich, sich positiv auf ihr Leben auswirkt. Der weitere Schwerpunkt für die „I.K.H.-Individuelle Kinderhilfe“ lag vor allem in der Sprachförderung, die bereits im Kindergarten angeboten wird. Mit der G.I.B.-Soforthilfe (Gesundheit, Integration, Bildung) in Höhe von jeweils 300 Euro wurden vor allem durch Ambulante Hilfen in den Familien Kinder und Jugendliche unterstützt, um beispielsweise am Distanzunterricht der Schule teilzunehmen oder auch Anschaffungen des täglichen Bedarfs, die aus Geldnot der Familie für das Kind nicht gekauft werden konnten.

 

Hilfen für Flüchtlingskinder

Im laufenden Geschäftsjahr haben sich die Hilfen für die Kinder und Jugendlichen verändert, hebt Georg Hausner hervor. So haben sich die Hilfen für Familien und Kinder, die vor dem Grauen in ihrer Heimat, der Ukraine, geflüchtet sind und bei uns in der Region Aufnahme gefunden haben, verlagert. Denn zuerst haben die Familien, die nur mit dem wenigen gekommen was sie am Leibe trugen, von WeltKinderLachen 100 Euro Soforthilfe pro Kind bekommen, um die nötigsten Anschaffungen zu tätigen. Das waren neben Kleidung auch Babyausstattungen oder auch behindertengerechte Rollstühle, Kinderwagen. Zusammen mit dem Wohlfahrtsladen in Töging hat WeltKinderLachen nun eine Initiative gestartet, um vor allem das Angebot für Kinder zu erweitern wie beispielsweise Milchprodukte, Obst und Schokolade, dass an die Familien ausgegeben wird. Außerdem werden Gutscheine an die Kinder und Jugendliche für den örtlichen Eissalon verteilt. Mittlerweile folgen bereits Projekte, um die Kinder und Jugendlichen in unserem Alltag wie Kita und Schule zu integrieren. Das sind zum einen Sprachförderprogramme und auch Schulausstattungen für die Kinder. Außerdem können beispielsweise im Rahmen von erlebnispädagogischen Tagen und Klassenausflügen ukrainische Kinder in der Gemeinschaft integriert werden. Außerdem wird auch Hilfe notwendig sein, um durch Therapien ihre extremen Traumata, die sie erlebt haben, zu verarbeiten. Der Weg ist noch lang, aber dank der finanziellen Unterstützung der Spender werden Wege geschaffen, um Integration und auch Freude zu fördern.

 

Erfreulich ist auch, dass endlich wieder Abschlussfahrten und Ausflüge an den Schulen oder Ferien-Zeltlager stattfinden können. Aber aufgrund der steigenden Lebenshaltungskosten ist es gerade Familien, die am Einkommenslimit leben, oft nicht möglich, dass ihre Kinder teilnehmen können. Hier unterstützt WeltKinderLachen die Kinder und Jugendlichen. „Denn kein Kind soll aufgrund seiner finanziellen Lage ausgegrenzt werden“, so betont Georg Hausner zum Abschluss: „Gemeinsam mit unseren Partnern schaffen wir Möglichkeiten, dass Kinder im gesellschaftlichen Leben integriert sind und vor allem wieder Freude empfinden können.“